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Einführung in Poker – ein populäres Casino Spiel

Heutzutage gehört es zum allgemeinen „Smalltalk“ in fast jeder Gesellschaft: Poker, das beliebteste und kommerziell erfolgreichste Kartenspiel aller Zeiten. Es ist nichts Ungewöhnliches, Menschen dabei zu hören, wie sie sich über die neuesten Taktiken oder das schlimmste Blatt der letzten Pokerrunde austauschen. Auch wundert sich kaum noch jemand, wenn er das Sportfernsehen einschaltet und dort eine Übertragung von einem großen Turnier sieht. Für die Promis gehört es ebenfalls zum guten Ton, an einem lustigen Pokerabend zur besten Sendezeit teilzunehmen. Das war aber bei weitem nicht immer so.

Bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts galt Poker noch als „Zocker-Spiel“ und wurde oft in Verbindung mit Spielsucht und kriminellen Vereinigungen gebracht. Doch bereits seit den 70er Jahren konnte das größte Pokerturnier der Welt, die World Series of Poker (WSOP) in Las Vegas, immer mehr Menschen für das Spiel begeistern, indem es Poker faktisch zu einem Denksport erhob, der so anspruchsvoll wie Schach und so spannend wie ein Boxkampf sein kann. Den Durchbruch erzielte Poker durch die Verknüpfung von Pokerspielen im Internet mit Turnieren in der Realität. Seither kann sich jeder den Traum von einem Platz bei einem großen Live-Turnier mit sagenhaften Gewinnmöglichkeiten erfüllen, indem er einfach ganz gemütlich von Zuhause aus an einer Qualifikationsveranstaltung in einem online Casino teilnimmt. Aber auch reine Online-Turniere bieten mittlerweile für wenig Geld gewaltige Preispools. Kein Wunder, können sich doch online theoretisch alle Pokerfans per Mausklick beim selben Anbieter treffen.

Tatsächlich gibt es Poker schon ziemlich lange. Es basiert auf dem französischen Kartenspiel „Poque“, das in Deutschland den Namen „Poch“ trug. Dies erklärt auch die Herkunft des Namen „Poker“. Wie so vieles in jener Zeit kam auch Poker über die Auswanderungsbewegungen nach Amerika und wir alle kennen die Wildwest-Filme, in denen kräftig geblufft wird und Asse aus dem Ärmel geschüttelt werden. Hier wird jedoch zumeist die klassische Variante „5 Cards Draw“ gespielt, bei der jeder Spieler 5 Karten erhält, entscheiden kann, welche er tauscht und dann seinen Einsatz tätigt. Das heutige Videopoker funktioniert ähnlich. Was heutzutage jedoch die Aufmerksamkeit der breiten Masse auf sich zieht, ist Texas Hold’em Poker.

Bei Texas Hold’em muss zunächst ein Voreinsatz geleistet werden („Blind“), um an der Runde teilnehmen zu dürfen. So soll vermieden werden, dass defensive Spieler nur die besten Blätter spielen, während Sie darauf warten, dass sich die anderen gegenseitig eliminieren. Das Ziel bei Texas Hold’em ist es, aus zwei eigenen Karten und fünf Gemeinschaftskarten das beste Blatt aus fünf Karten zusammenzustellen.

Am Anfang eines neuen Blatts bekommt jeder Spieler seine zwei geheimen Karten ausgeteilt. Dann werden die ersten drei von letztendlich fünf Gemeinschaftskarten für alle offen sichtbar in die Mitte des Tisches gelegt („Flop“). Es folgt eine Einsatzrunde, bei der die Spieler sich überlegen müssen, ob Ihnen die Wahrscheinlichkeit für ein gutes Blatt ausreicht. Wer sein Blatt für aussichtslos hält, „foldet“, d.h. er wirft die Karten weg. Wer weiter spielen will „checkt“ (klopfen) oder „raist“, d.h. er erhöht den Einsatz. Die anderen Spieler müssen diesen Einsatz „callen“, d.h. auch in den Topf werfen, um weiter mitspielen zu dürfen. Haben alle ihre Entscheidungen getroffen und ist noch mehr als ein Spieler im Blatt, wird eine weitere Karte aufgedeckt („Turn“). Es folgt wieder eine Bietrunde. Schließlich wird die letzte Karte aufgedeckt („River“). Wenn jetzt immer noch mindestens zwei Spieler im Blatt sind, kommt es zum Showdown: Die Karten werden geöffnet und die Werte verglichen. Der Sieger erhält den Inhalt des Pots und die nächste Runde beginnt.

Bei Poker dreht sich alles um Wahrscheinlichkeiten. Die Ziehung der Karten ist zwar zufällig, aber anhand verschiedener Informationen, können die Entscheidungen zumindest optimiert werden. Z.B. liegt die Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Karte bei 1/52. Nachdem Sie Ihre zwei „Pocket cards“ erhalten haben, liegt sie noch bei 1/50. Wenn Sie einen Buben auf der Hand halten und in der Mitte zwei davon liegen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass Ihr Gegner auch einen Buben hat. Auf dem Markt finden sich unzählige Bücher zu der Frage, mit welchen Strategien man seine Gewinnwahrscheinlichkeiten beim Poker erhöhen kann. Manche davon funktionieren im Alltag sehr gut, andere sind eher in Ausnahmefällen zu gebrauchen. In einer Sache sind sich zumindest alle einig: Wer rechnen kann, ist klar im Vorteil!

Beim Live-Pokern, aber auch beim Online-Poker kommt es jedoch nicht nur auf Zahlenfertigkeiten an, sondern auch auf die richtige Portion Selbstvertrauen, die man für einen gelungenen Bluff benötigt. Denn dieser ist ein charakteristisches Element beim Poker. Sie können Bluffen, indem Sie optisch schauspielern oder indem Sie ein irreführendes Setzverhalten an den Tag legen. Das spannende am Spiel ist ja, dass niemand weiß, welche Karten die anderen haben, dies aber jeder gerne wissen würde. Also versucht man, den Gegner zu lesen – eine Tatsache, die durch Bluffs zum eigenen Vorteil ausgenutzt werden kann.